Hasenkopf

Technologie für andere materialien

Hommage an Intelligenz und Können

Wenn Könner ihres Fachs zusammen arbeiten entsteht etwas Großes. In diesem Falle die sogenannte „Weisse Haut“, eine einzigartige Innenraumverkleidung im Konzertsaal der neuen Hamburger Philharmonie. Hergestellt auf drei CNC-gesteuerten Fünf-Achs-Bearbeitungszentren Routech „Chronos HT“ aus der SCM von der Mehringer Hasenkopf Industrie Manufaktur.

Der Vollständigkeit halber müssen in diesen Zusammenhängen auch noch die Schweizer Architekten Herzog & de Meuron sowie der japanische Akustiker Yasuhisa Toyota erwähnt werden, die mit dem Zusammenspiel von Raumgeometrie, Materialien und Oberflächenstruktur den exzellenten Klang in jedem Winkel des Saales sozusagen „angefacht“ haben.

Die Verkleidung des Innenraums wurde aus dem für dieses Objekt modifizierten Werkstoff GIFAtec® des Herstellers Knauf Integral entwickelt: äußerst massiv und nicht brennbar, mit hohem Weißanteil. Insgesamt 10.287 Elementen bilden die rund 6.000 m² umfassende „Weisse Haut“. Die im Auftrag des Ausbau-Spezialisten Peukert GmbH beauftragte Hasenkopf Industrie Manufaktur musste zum Herstellen der 3D-Oberflächen erstmal aufwendige 3D-Berechnungen anstellen und danach die CAD-Daten in der AV in CNC-fähige Programme umwandeln.

Anschließend wurden Makros für die beidseitige Bearbeitung der verleimten Gipsfaserplatten erstellt. Die Frästiefen der unterschiedlichen Oberflächenstruktur in Form von rund 1.000.000 muschelförmigen Tälern liegen zwischen 5 mm und 90 mm. 30.520 CNC-Programme mit 352.000.000 Programmzeichen waren für die rund 1,5 Mio. Laufmeter Fräsweg erforderlich, mehr als 1.000 diamantbesetzte Fräswerkzeuge mit 5.000 Schärfzyklen wurden hierfür abgenutzt.

Ein weiterer besonderer Schwierigkeitsgrad war noch die sehr hohe Dichte des massiven Gipsfaserbetons selbst – und das bei einer maximal zu bearbeitenden Plattenstärken von 180 mm (auf der Routech „Chronos HT“ können Teile mit bis zu 800 mm Werkstückhöhe bearbeitet werden).

Eigens für dieses Projekt wurden von Hasenkopf Industrie Manufaktur drei CNC-Bearbeitungszentren Routech „Chronos HT“ angeschafft. Ausschlaggebend hierfür waren - unter anderem - auch die fünf gesteuerten Achsen. Gleichfalls die sehr stabile Ausführung der Portalbauweise sowie die großen Arbeitsbereiche auf kleinstem Raum.

Plus eine optimale Zugänglichkeit, was sich in besonderer Weise als vorteilhaft beim Beladen erwies. Somit war eine maximierte Vorschubgeschwindigkeit bei geringsten Toleranzen möglich - eine wesentliche Voraussetzung der bereits erwähnten Wirkung dieser außergewöhnlichen Innenraumverkleidung.

Mit Qualitätsprotokollen wurden die einzelnen Arbeitsschritte von der Hasenkopf Industrie Manufaktur genauestens dokumentiert und auch kontrolliert. Die Zahl der fehlerhaften Einzelteile beschränkte sich letztendlich auf unter 20 Stück – das bei mehr als 10.000 komplexen Teilen mit jeweils verschiedener Oberflächenstruktur!

Hasenkopf (Germany)

Two dimensional and three dimensional processing of innovative materials

www.hasenkopf.de

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