Ciam

Technologien für holzverarbeitende unternehmen

Wenn so etwas wie ein "Genius Loci" existiert, ein Geist des Ortes, dann ist die Firma CIAM in Petrignano ein Musterbeispiel dafür. Der Sitz des Unternehmens liegt eingebettet in das Grün der Ebene zwischen Bastia Umbra und Petrignano. Von hier aus wandert der Blick von Assisi, das weiß leuchtend am Fuße des Bergs Subasio thront, und auf der anderen bis nach Perugia, das sich mit seiner Akropolis vom Horizont majestätisch abhebt. Nur wenige Kilometer trennen uns hier vom "Zentrum der Welt", dem Land, das unsere bedeutendsten Mystiker inspiriert und die großen Maler und Architekten der Italienischen Kunst beeinflusst hat.

Federico Malizia, der junge Erbe des 1977 gegründeten Familienunternehmens und seit 2006 Präsident der CIAM (Costruzioni Italiane Arredamenti Moderni), ist sich dieses Privilegs wohl bewusst.

"An einem Ort wie diesem arbeitet man besser", sagt er, während er in seinem Büro am Schreibtisch sitzt. Der komplett im "CIAM Stil" eingerichtete Raum befindet sich im 2010 eingeweihten Hauptfirmensitz und ist 23 Quadratmeter groß.

CIAM stellt Einrichtungsgegenstände für Bars, Konditoreien, Eisdielen und Restaurants her. Dieses Jahr feiert das Unternehmen sein 40-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass wurden eine Reihe von bedeutenden Investitionen in Personal, Technologie und Kommunikation getätigt: 20 neue Angestellte, der Kauf einer großen SCM Bearbeitungszelle, die mit einem automatischen Magazin Flexstore EL von Mahros und einer Plattenaufteilsäge Gabbiani Galaxy 2 ausgestattet ist, und die Teilnahme im großen Stil an den wichtigsten Messen der Branche (Euroshop in Düsseldorf und Sigep in Rimini) unterstreichen die Bedeutung dieses Events. Ein weiteres großes Event in Mailand, das zeitgleich mit dem Host im Oktober stattfinden soll, befindet sich zudem in Vorbereitung.

Das ist aber noch nicht alles: Im Firmensitz wurde das Ciamuseum eingerichtet, das nicht nur als Showroom für die Präsentation der Produktion dient, sondern auch Räume für den Empfang von Kunden bereitstellt, in denen in exklusiver Atmosphäre gearbeitet werden kann.

"Wir sind einen langen Weg gegangen", erklärt uns Federica Malizia. "Das Unternehmen wurde von meinem Vater Giuseppe gegründet und hatte anfangs drei Angestellte, die Tresen für Lebensmittelgeschäfte fabrizierten. In den 80er Jahren sind wir zur Herstellung von zusammenstellbaren Einrichtungsgegenständen für Bars und zur Produktion von Vitrinen für Konditoreien übergegangen. Ende der 80iger Jahre kam dann der Umzug in einen größeren Sitz und die Neuausrichtung auf ein anderes Target: Wir fingen an, uns nicht mehr an die Endkunden aus dem Sektor Horeca (Hotellerie, Restaurant, Café) zu wenden, sondern die Zusammenarbeit mit Raumausstattern und Designern zu suchen, deshalb stellen wir heute alles her, was an Ausstattungsgegenständen in diesem Sektor benötigt wird. In unserem Katalog spiegelt sich diese Entwicklung wider. In den ersten Jahren hatten wir 100 Produkte im Katalog, jetzt sind es 14.000. Wir arbeiten direkt mit Kunden wie Eataly, Illy, McDonald, Starbucks und mit Designern zusammen, die Lokale auf der ganzen Welt planen."

Die große Krise der letzten Jahre scheint Ihr Unternehmen nicht besonders berührt zu haben...

"Die Welt hat sich seit 2008 geändert und wir mussten uns neu erfinden. Vorher wurden nur 10% unserer Produktion exportiert, im Jahr 2016 betrug unsere Exportquote 50%. Es ist uns gelungen, uns aus der Masse der Unternehmen abzuheben, die ausschließlich über die Preisschiene konkurrieren. Unsere kundenspezifischen, maßgeschneiderten Lösungen zielen auf ein mittleres bis hohes Budget ab, und diese Politik hat uns mit Erfolg gekrönt.

Ihr Unternehmen beschäftigt 120 Angestellte und ist in verschiedene Abteilungen gegliedert (Metall-, Holz- und Glasbearbeitungen sowie Kühlanlagen) - man gewinnt den Eindruck, dass neben der Technologie auch viele handwerkliche Tätigkeiten durchgeführt werden, ist das richtig?

"So ist es. Wir haben nicht nur in die Produkte, sondern auch stark in die Materialien investiert, um die kundenspezifische Gestaltung auf das höchste Niveau zu bringen. Wir präsentieren innovative Materialien, wie beispielsweise alle Sorten von Stahl und Eisen, Harze, poliertes Messing, Feinsteinzeug und alle Arten von Holz. Kurzum, wir sind ständig auf der Suche nach neuen, ansprechenden Formen, die den Mehrwert unserer Produkte ausmachen. In unserem Unternehmen haben wir eine regelrechte Kultur des Schönen entwickelt, eine Qualität des „Savoir Faire“, wobei wir immer eine große Flexibilität beibehalten. Auf der einen Seite haben wir eine technische Abteilung, die eine Kriegsmaschine, im wahrsten Sinne des Wortes ist, in der konstant neue Vorschläge erarbeitet werden, nach den innovativsten Materialien gesucht wird und die modernsten Software mit großem Know How zum Einsatz kommen; auf der anderen Seite haben wir Handwerker mit hervorragenden Fähigkeiten, die die Produkte herstellen. Italien ist ein Land der verarbeitenden Industrie. Wenn wir durch die Welt reisen, wird uns klar, dass wir auf Menschen mit außergewöhnlichen handwerklichen Fertigkeiten zählen können, um die uns der Rest der Welt beneidet."

Welche Unterschiede gibt es zwischen der Produktion für Italien und der für das Ausland?

"In den Vereinigten Staaten, unserem Hauptabsatzmarkt, gibt es eine Kultur des soliden, funktionalen Produkts, das schön ist, aber keine allzu großen Raffinessen aufweist. Für die Märkte in Nahost haben wir einige wirklich außergewöhnliche Produkte hergestellt, zum Beispiel gigantische, sehr hohe Kühlschränke. In Europa sind ästhetische Gesichtspunkte sehr wichtig und die Designer, für die wir arbeiten, entwickeln konstant neue Lösungen und erforschen neue Materialien."

“Of course, as well as on the products, we invested a lot on the materials, pushing the customisation to the maximum. We present innovative materials such as every kind of steel and metal, resins, burnished brass, porcelain stoneware as well as every kind of wood. In other words we pursue every new and captivating shape, which is the added value of our product. We have developed a genuine culture of beauty, of knowing how to make things and we always maintain great flexibility. On the one hand there is the technical office, which is a veritable pit bull, constantly thinking about new solutions, tracking state of the art materials and using the latest software; on the other we have true craftsmen who are exceptionally proficient in creating the products. Italy is a manufacturing country and travelling the world one realises that we can count on people with extraordinary manual skills that the rest of the world envies us”.

What differences are there between the production for Italy and the production for export?

“In the United States, our main market, there is a culture of the solid, functional and beautiful product, without any excessive refinement. In the middle-eastern markets we have created some truly exceptional products, such as very high, giant refrigerating cabinets. In Europe the aesthetic aspect is very important and the designers that we work with constantly come up with new solutions and materials”.

Reduced material waste, but especially more units produced per kWh, was some important issues for Dometic, who has sustainability as one of their focus issues. But in the end it was the responsiveness together with the fact that the offer from S.I.T. was the one giving most value for money, that decided their choice. Also, both Mats Borg and Daniel Bergåker, process technician at Dometic Seitz, praises the response from S.I.T. both during the procurement process and the installation.

"They have showed an ability to really listen to us and give response to what we needed and was looking for", says Daniel Bergåker.

Mit Scm hat Ihr Unternehmen im Laufe der Jahre ein solides Verhältnis entwickelt - wie hat es sich geändert und welche Maschinen verwenden Sie?

"Wir arbeiten seit Mitte der 90iger Jahre mit SCM zusammen. Zurzeit haben wir ein Bearbeitungszentrum mit 5 Achsen, Scm Tech z5, und eine Reihe von klassischen Maschinen der SCM GROUP, die uns bei den verschiedenen Bearbeitungen helfen. Dieses Jahr haben wir beschlossen, intensiv in die Schreinerei-Abteilung zu investieren, um sie auf das Niveau der Abteilung für die Metallverarbeitung zu bringen, und so haben wir nach dem gleichen Konzept entschieden: ein Magazin mit 14 Stationen Flextore EL Mahros, das es uns erlaubt, an jeder Station ein anderes Material zu bearbeiten. Das Magazin bedient eine Plattenaufteilsäge Gabbiani Galaxy 2 (als Ersatz für eine Plattenaufteilsäge Scm Sigma 90), die imstande ist, schnell und präzis zu arbeiten, und die für Losgröße 1 eingesetzt werden kann. Diese Bearbeitungszelle ist seit einigen Monaten aktiv, und seither sind komplexe Bearbeitungen leichter geworden. Jetzt reichen uns zwei Stunden, um das zu machen, wofür wir zuvor anderthalb Tage benötigten. Auch die für die Plattenaufteilsäge zuständige Elektronik ist ein großer Schritt nach vorn: Sie ermöglicht es uns, das Produkt mit dem Namen des Kunden zu etikettieren, was wir auch im Sektor der Metalle gerne tun würden, wo wir das Etikett immer noch manuell auf die einzelnen Werkstücke aufbringen müssen".

Ihr Unternehmen hebt sich durch eine ausgeprägte Sensibilität gegenüber den Angestellten und durch Initiativen im sozialen Bereich hervor...

"Kompetenz ist in unserem Sektor fundamental. Die Qualität des Produkts entsteht durch die Qualifikation des Personals, und wir investieren viel in Ausbildung. Um eine Person angemessen auszubilden, werden Jahre benötigt, vor allem in Sektoren, in denen manuelle Fertigkeiten, die handwerkliche Komponente des „Savoir Faire“ und die Kenntnis des Produkts sich nur im Laufe der Zeit entwickeln können. In der Zeit, in der sich unser Unternehmen in einer starken Wachstumsphase befand, standen wir vor der Wahl, mehr Personal einzustellen oder die Produktion einzuschränken. Wir haben uns für die Investition in Personal entschieden, denn wir sehen die Menschen als den entscheidenden Faktor an, um qualitativ hochwertige Produkte herzustellen. Dieses Jahr haben wir unsere Angestellten mit Welfare-Initiativen belohnt, die für ein für Unternehmen unserer Branche und Größe sicher eine Neuigkeit darstellen. Sie sehen unter anderem telemedizinische Beratungen, klinische Tests und Untersuchungen, Tests auf Lebensmittelunverträglichkeiten, Checks der Körperhaltung und die Kontrolle von Leberflecken vor."

Wie sieht die nähere Zukunft?

"Wir werden unseren Blick mit immer größerem Interesse auf die ausländischen Märkte richten, auf denen Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Produkten Made in Italy besteht. Sicherlich werden wir weiterhin alle unsere Produkte firmenintern herstellen, dank unserer besonderen Organisation, die Technologien der letzten Generation mit dem Wert der handwerklichen Verarbeitung perfekt zu verbinden weiß.

The electronics linked to the panel saw are also an important step forward: we can label the product with the client’s name, a solution that, for example, we need to be able to bring over to the metal department, where we still have to manually label the individual pieces”. 

Your company stands out for its strong sensitivity towards your employees and social initiatives…

“Skills are fundamental in our sector. The quality of the product comes from the quality of the people and we are very committed to training. It takes years to adequately train a person, especially in departments where manual skills are still significant and where craftsmanship and knowledge of the product is refined only with time. When the company grew quickly we found we had to choose between going on hiring drive or limiting the production. We decided to invest in people, who are the added value in our high quality production. This year we have implemented welfare initiatives to reward the employees. It is an innovative idea for companies in our sector and of our size which includes: telemedicine sessions, tests and examinations, tests on food intolerances, posture, mole mapping…”.

How do you see the near future?

“We will focus on foreign markets that demand high quality Made in Italy products. We will certainly continue producing all our products in-house, with a strong organisation that can perfectly combine state of the art technology with the values of craftsmanship.

"We have a continued strong increase in volume, so in spite of efficiency improvements with the new CNC milling machine, we have to reintroduce weekend shift to manage the production, says Mats Borg. So I don’t think it is impossible that there will be another Routech Ergon from S.I.T. here in the future", Mats Borg concludes.

Ergon R400 TVN is a special solution designed and produced in the Routech plant of the SCM. It is a work centre with double bar table, each one with a useful area of 2850x1850 mm. Specific hold-down equipment ensure the perfect finishing quality of the client’s pieces: car windows, in specially shaped methacrylate. On each table the routing and drilling operations are carried out by a 5-axes machining unit. Therefore two machining units in total that can operate in parallel or independently, to fulfil all productivity and flexibility requirements. 

 

Ciam (Italy)

Furniture manufacturer

www.ciamweb.it

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