Joubert

Technologien für die möbelherstellung

Im Herzen von Sperrholz

Der Tag fängt früh an. Nach einem guten Kaffee und der Fahrt durch die französische Region Charente beginnt unser Besuch der Firma Joubert Plywood, die sich auf die Herstellung von Pappel- und Okoumé-Sperrholzplatten spezialisiert hat.

Das Unternehmen ist schon in der dritten Generation im Familienbesitz und verfügt über drei Produktionsstätten: eine in Port-Gentil (Gabon), eine in Saint-Jean-d'Angély und die dritte in Eliots im Nordwesten von Angoulême. Hier ist seit einigen Jahren eine im Vollbetrieb arbeitende Linie Celaschi zum rechtwinkligen Zurichten von Platten installiert.

Bevor das Holz die Linie Celaschi erreicht, wird es in Sperrholz umgewandelt.

"Wir gewinnen vor allem die noch nicht bearbeiteten Werkstücke aus Pappel zurück und schneiden sie der Länge nach", erklärt Laurent Marty, Produktionsleiter. "Anschließend lassen wir sie durch eine Furniermessermaschine für kurze Hölzer laufen, mit der Stücke mit einer Länge von bis zu 2,7 Meter bearbeitet werden können [längere Hölzer bis zu 6 Meter werden im Werk von Saint-Jean-d'Angély geschnitten, Anm. d. Red.]. Hier werden sie auch durch ein neues System getrocknet, das wir 2016 gekauft haben und das 30 Meter lang und 6,20 Meter breit ist." Nach dem Schnitt werden die Pappelholzblätter genau kontrolliert. Sollten Brüche festgestellt werden, werden die "Lamellen" in die Werkstatt für die Holzverbindung weitergeleitet, "wo sie erneut bearbeitet werden, um ganze Holzblätter herzustellen", setzt Laurent Marty fort. "Hier werden sie abgerichtet und mithilfe eines Leimfadens wieder zusammengesetzt."

Zuletzt läuft die Gruppe der Holzblätter aus Pappel oder aus Okoumé unter einer Presse durch und es entstehen Sperrholzplatten, die für den Formatschnitt in der Celaschi Anlage bereit sind.

Ein maßgeschneiderter Formatschnitt

Die Linie Celaschi, die 3 Monate nach der Lieferung schon in Vollproduktion arbeitet, ist mit einer automatischen Aufgabevorrichtung ausgestattet und arbeitet heute in einer einzigen Schicht.

Dank ihrer spezifisch konzipierten Werkzeuge "ist sie imstande, pro Schicht 4000 Werkstücke zu bearbeiten, deren Länge von 2,15 Metern - für die Herstellung von Türen - bis zu 3,10 Metern reicht".

Das Ganze ohne die Notwendigkeit, die Werkzeuge auszuwechseln, wenn eine andere Holzart bearbeitet werden soll.

"Zurzeit benutzen wir nur zwei oder drei Werkzeug-Sets in einem Jahr, da wir wissen, dass die Maschine nicht vibriert und einen guten Halt der Werkstücke gewährleistet, der es uns ermöglicht, eine hohe Bearbeitungspräzision beizubehalten."

Nach der Programmierung der Abmessungen werden die Platten auf der größeren Seite geschnitten, während die Bearbeitungsrückstände seitlich entladen und zerkleinert werden. Im Anschluss daran werden die Platten mithilfe von Zugkolben weiterbefördert, um den Formatschnitt durchzuführen. "Dieses maßgeschneiderte Fördersystem konnte dank der engen Zusammenarbeit zwischen SCM und unserem Planungsbüro entwickelt werden", erklärt uns Lauren Marty. "Seitdem die Maschine installiert wurde, sind wir sehr zufrieden mit dem Resultat der Bearbeitung."

Die zweite Formatsäge der Linie führt die Bearbeitung auf der kurzen Seite mit der Rückgewinnung der Bearbeitungsrückstände durch, die als Brennstoff für den Heizkessel wiederverwertet werden. Die Platten sind jetzt vollständig bearbeitet und für die Auslieferung nach Frankreich und in die ganze Welt bereit. Jouber Plywood erzielt 70% seines Umsatzes durch den Export, insbesondere in die Niederlande, die für das Unternehmen den Hauptabsatzmarkt darstellen.

Joubert (France)

European plywood manufacturer

www.joubert-group.com

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