Fabbrica Mirlachova

Technologien für die möbelherstellung

Das Russland, das vorwärts kommt

Die exemplarische Geschichte von Andrey Mirlachov, dem Selfmademan, der ein Vorzeigeunternehmen gründete, das heute 250 Angestellte für die Herstellung von modernen, qualitativ hochwertigen Möbeln beschäftigt. Ein Mann mit klaren Vorstellungen: "Bei der Technologie möchte ich nur das Beste" - wer konnte da in Frage kommen, wenn nicht SCM! Bei FM ist eine "Zelle" installiert, die konzipiert wurde, um Qualität und Flexibilität zu gewährleisten. Das Unternehmen trägt den Namen seines Gründers, wie es die russische Tradition möchte: "Mit dieser Entscheidung habe ich mir die Möglichkeit versagt, hässliche Möbel herzustellen..."

Die Lebensgeschichte von Andrey Mirlachov und sein Werdegang als Unternehmer spiegeln die Entwicklung des "neuen" Russlands wider, das in die Rolle einer stolzen Protagonistin der globalisierten Welt zurückgekehrt ist. Der junge Andrey beendet 1995 seinen Militärdienst und findet sich in einem Russland wieder, das sich völlig verändert hat. Die freie Marktwirtschaft entfaltet sich, ein chaotischer Kapitalismus fasst Fuß. Mirlachov tritt mit unzähligen kleinen Jobs ins Arbeitsleben ein, um schließlich - fast wie ein Zeichen des Schicksals - als Schreiner bei einem Möbelfabrikant, der Sofas herstellt, fest angestellt zu werden. Diese Erfahrung ist "seine Universität". Bearbeitungszentren gab es damals noch nicht, die Platten wurden auch nicht getrocknet und spritzten Wasser nach allen Seiten ab. Es war die Zeit, die als "Epoche der Montage in der Garage" bezeichnet wird. Die Nachfrage hingegen war stark, die Leute standen Schlange, um neue Möbel zu kaufen, und die Unternehmen machten enorme Umsätze. Andrey wird erst Vorarbeiter, dann Abteilungsleiter, und alles scheint sich bestens zu entwickeln, bis 1998 der Markt infolge seiner Einbindung in die globalisierte Wirtschaft zusammenbricht. Die Fabrik muss schließen, alle Angestellten werden nach Hause geschickt. Mirlachov gibt nicht auf: Mit Vertrauen auf seine Erfahrung stürzt er sich kopfüber in ein neues Unternehmen. In Udmurtia, neun Kilometer von Izhevsk entfernt, mietet er eine Abteilung einer stillgelegten Möbelfabrik, in der noch die Maschinen stehen, und startet die Produktion von Sofas. Im Jahr 1999 kommt sein erstes Kind zur Welt und gleichzeitig entsteht das erste eigene Produkt: Eine Schlafcouch mit Gleitmechanismus für Kinder, die heute immer noch hergestellt wird und den Namen von Andreys Sohn trägt: "Dania".

Das Produkt hat Erfolg und man beginnt, an eine richtige Firma zu denken. Im Jahr 2000 übernimmt Andreys Vater als erster Angestellter des Unternehmens die Verwaltung der Speditionen, gefolgt von Andreys Schwester, die von Kindergärtnerin zur Leiterin der Nähabteilung wird. Andreys Frau tritt ebenfalls in die Firma ein, und 2004 übernimmt sein Cousin die Rolle des Geschäftsführers. Ein typisches Familienunternehmen also, das im Jahr 2005 "Fabbrica Mirlachova" getauft wird. Die Entscheidung für diesen neuen "Brand" ist Andrey schwer gefallen, denn eigentlich hielt er es für unbescheiden, der Firma seinen Namen zu geben. Ein Freund von ihm insistierte jedoch: "Mit deinem Namen wirst du persönlich verantwortlich für die Qualität des Produkts, seit Jahrhunderten haben sich die Produzenten in Russland für diesen Weg entschieden". Andrey lässt sich überzeugen und macht heute noch Scherze darüber: "Mit dieser Entscheidung habe ich mir die Möglichkeit versagt, Möbel mit schlechter Qualität herzustellen!".

So entstand in Udmurtia ein Unternehmen, das heute 250 Angestellte beschäftigt und Schränke, Wohnzimmereinrichtungen, Betten und Küchen mit ausgefallenem Design produziert. Mit exklusiven Stoffen, authentischen Kombinationen und lebhaften Farben wendet es sich an die aktiven, aufgeschlossenen jungen Leute, die der dynamischste Teil der Gesellschaft im "neuen" Russland sind. Die Möbel werden in gepflegten, leicht montierbaren Kits geliefert.

Das Unternehmen hatte sich von Anfang an klare Leitlinien gegeben: Aufgrund seiner vergangenen Erfahrungen macht Mirlachov bei der Technologie keine Abstriche und möchte nur das Beste. Deshalb hat er sich an die führenden Hersteller des Sektors gewandt, um nach den innovativsten, für seine Produktion optimalen Maschinen zu suchen. Die Wahl fiel auf die Lösungen von SCM. Andrey erklärt, dass er oft auch von seinen Kollegen kritisiert wird, weil er so darauf 'fixiert' ist, Maschinen mit Spitzentechnologie zu verwenden. "Anfangs konnten wir die Lösungen, die uns zur Verfügung standen, vielleicht nicht zu 100% nutzen, aber ich hatte immer vor Augen, dass es sich um eine Investition in die Zukunft handelte, die uns das nötige Wachstumspotential bieten sollte. Ich war der Erste in Udmurtia, der eine Nesting Maschine, eine Bohrmaschine, eine Steppmaschine, ein Bearbeitungszentrum für die Plattenaufteilung gekauft hat. Die anderen denken jetzt erst an diese Technologien, während ich sie schon seit Langem voll nutze und bereits an die nächsten Schritte denke". Ein weiterer Aspekt ist für die Entscheidungen von Mirlachov ausschlaggebend: Die Maschinen müssen nicht nur funktional, sondern auch schön sein. Seines Erachtens ist die Ästhetik in einem Unternehmen sehr wichtig. Aus diesem Grund ist die Fabbrica Mirlachova, die sich über ein zwei Hektar großes Areal erstreckt, ein Modellunternehmen, in dem industrielles Design zur Anwendung kommt, alles sauber sein muss und die Beschäftigten mit Freude und in Sicherheit in einem komfortablen Umfeld arbeiten. Die Maschinen von SCM sind fester Bestandteil dieser "schönen Fabrik".

Bei der Entscheidung, sich SCM anzuvertrauen, waren menschliche und professionelle Aspekte ausschlaggebend. SCM Italien hat Andrey mehrmals zu sich eingeladen, um vor dem Kauf die Maschinen in Betrieb zu sehen, und es entstand eine Freundschaft mit Boris Chernichev, dem Leiter der SCM Filiale in Russland.

Der Maschinenpark, der bei FM zum Einsatz kommt, ist beeindruckend. In die Sublimationsdrucker für die Stoffe wurden beträchtliche Summen investiert. Das "Herz" des Unternehmens ist jedoch die Abteilung für die Holzbearbeitung. Hier sind fünf SCM Maschinen in Betrieb, die alle den hohen Anforderungen der Produktion gerecht werden. 2011 wurde die erste Maschine gekauft, eine Bohrmaschine mit numerischer Steuerung Morbidelli Cyflex F900, 2015 gefolgt von vier innovativen und wichtigen Lösungen: eine Plattenaufteilsäge Gabbiani Galaxy, eine Kantenanleimmaschine Stefani Solution Md, eine Kantenanleimmaschine Olimpic S1000 und eine Bohrmaschine Morbidelli Uniflex. Gemeinsam ergeben sie eine flexible Fertigungslinie, die eine hohe Produktivität bietet.

Im ersten Arbeitsgang laufen die Platten (sowohl MDF als auch Spannholz) durch die Plattenaufteilsäge Gabbiani mit Plattform, die eine präzise, gratfreie Bearbeitung gewährleistet. Anschließend kommen zwei Kantenanleimmaschinen zum Einsatz: Die Olympic ist für die Platten zuständig, an die Kanten mit einer Dicke von mehr als 1mm geklebt werden müssen, denn sie ist mit einem Abrundaggregat ausgestattet und arbeitet mit einer Vorschubgeschwindigkeit von 18 Metern in der Minute. Die Kantenanleimmaschine Stefani Solution hingegen arbeitet mit einer Vorschubgeschwindigkeit von 25 Metern pro Minute und dient ausschließlich zum Anleimen von schmalen Kanten. Auf diese Weise wird die maximale Effizienz des technologischen Prozesses gewährleistet.

Die letzte Phase ist die Bohrung. Hier sind eine Morbidelli Cyflex und eine Morbidelli Uniflex im Einsatz, zwei Maschinen, an denen das aktuelle Bearbeitungsprogramm augenblicklich geändert werden kann und somit die Herstellung von Einzelchargen möglich ist.

Uniflex ist das Bearbeitungszentrum für Bohrarbeiten, das höchste Produktivität gewährleistet und imstande ist, an zwei Platten gleichzeitig einzugreifen - eine echte Lokomotive in dieser Abteilung, während die Cyflex einzelne Werkstücke der Losgröße 1 bzw. kleine Werkstücke bearbeitet.

Das Unternehmen produziert Losgrößen von 1 bis 300 Stück. Dank der Technologien mit NC-Steuerung stellt Fabbrica Mirlachova qualitativ hochwertige Produkte her, ohne auf eine große Flexibilität in der Produktion verzichten zu müssen: Sie kann den Produktionstyp jederzeit schnell ändern oder die Anzahl der Lose je nach Nachfrage erhöhen oder reduzieren.

Sobald die Werkstücke aus der Produktionslinie ausgelaufen sind, werden sie nachgearbeitet und gesäubert, in Kits zusammengestellt und der automatischen Verpackungsmaschine zugeführt.

Der Kampf auf dem globalen Markt ist unerbittlich, aber Andrey Mirlachov akzeptiert das ohne Einschränkungen und mit großem Mut. "Unser Motto ist Qualität: Jedes Teil der Möbel, die wir herstellen, ist mit unserem Markennamen gekennzeichnet. Unsere qualitativen Merkmale werden uns auch von unseren deutschen und italienischen Freunden anerkannt, wer weiß, ob wir nicht eines Tages auch diese Märkte erobern können - ich bin zuversichtlich!".

 

Text and pictures from Maxim Pirus, editor in chief LesPromInform

Fabbrica Mirlachova (Russia)

High quality furniture manufacturer

www.mirlachev.ru

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